Kürbisbrei – russische Tykvennaya Kasha mit Hirse und Butter
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Sonntagmorgen, draußen das erste nasse Laub an der Scheibe — und auf dem Herd steht ein Topf, der das ganze Treppenhaus nach Kürbis und Butter riechen lässt. Tykvennaya Kasha, der Kürbisbrei mit Hirse, ist kein Frühstück für Eile. Er ist das Frühstück, das du dir nimmst, wenn der Herbst endlich angekommen ist.
Zutaten (für 3–4 Portionen)
- 600 g Kürbis (Hokkaido oder Muskat), geschält und in Würfel geschnitten
- 150 g Hirse
- 400 ml Milch
- 200 ml Wasser
- 1 TL Zucker
- ½ TL Salz
- 40 g Butter, plus etwas mehr zum Servieren
- optional: 1 EL Honig oder etwas Zimt zum Abschmecken
Zubereitung
Zuerst die Hirse: Spül sie in einem feinen Sieb unter heißem Wasser ab, bis das Wasser klar läuft — das nimmt die leichte Bitterkeit, die Hirse manchmal hat. Diesen Schritt überspringen viele, und dann wundern sie sich über den Nachgeschmack.
Den Kürbis in einen schweren Topf geben, Milch und Wasser dazugießen. Bei mittlerer Hitze aufkochen, dann die Hitze reduzieren. Der Kürbis soll leise köcheln, nicht sprudeln — etwa 15 Minuten, bis er sich mit einem Löffelrücken leicht zerdrücken lässt.
Jetzt die Hirse einrühren, Salz und Zucker dazu. Hier beginnt der Schritt, auf den du aufpassen musst: Hirse saugt Flüssigkeit schnell auf und setzt sich am Boden ab. Rühr alle zwei bis drei Minuten durch, mit einem Holzlöffel bis auf den Topfboden — sonst brennt es an, und den Geruch wirst du nicht mehr los.
Nach weiteren 20–25 Minuten ist die Hirse weich und der Kürbis fast aufgelöst. Wenn der Brei zu dick wird, bevor die Hirse gar ist, gieß einfach einen Schluck warme Milch nach. Wenn er umgekehrt zu flüssig bleibt — Deckel ab, Hitze kurz erhöhen, rühren.
Den Topf vom Herd nehmen, die Butter einrühren und den Brei fünf Minuten mit Deckel ruhen lassen. In dieser Zeit zieht er nach und wird cremig, ohne zu kleben.
Wer mag, kann jetzt mit einem Teelöffel Honig oder einer Messerspitze Zimt abschmecken. Beides ist klassisch — keines davon ist Pflicht.
In tiefen Schüsseln servieren, mit einem kleinen Stück Butter obenauf, das langsam schmilzt. Mehr braucht es nicht. Der Kürbis gibt Farbe, die Hirse gibt Biss, die Butter gibt alles zusammen.
Bleibt etwas übrig, hält er im Kühlschrank zwei Tage. Beim Aufwärmen einfach einen Spritzer Milch dazu und bei niedriger Hitze rühren — er wird fast noch besser als am ersten Tag.